Unser Hund Asko
Asko
Hallo, ich bin Asko. Seit dem 11. Juni 2009 habe ich ein neues Zuhause in einer Hunde- und Katzenfamilie gefunden und bin nun endlich ganz im Leben angekommen. Ich bin DAHEIM und habe ein Herrchen und Frauchen, die mir sagen "Du bist unser Sonnenschein!" Ich lebe mit meiner lieben Doro (einer Berner Sennenhündin) und mit sechs Katzen zusammen. Alle haben mich problemlos und unkompliziert aufgenommen.
Mein Herrchen hat mir gesagt, dass ich mich auf seiner Homepage selbst vorstellen und mein Leben erzählen soll. "Mein Leben erzählen" ist aber sehr schwierig. Meine Menschen schätzen, dass ich im Jahre 2007 geboren bin. Richtig leben, das mache ich erst seit dem Januar 2009. Da wurde ich aus einer ungarischen Tötungsstation herausgeholt und kam ins
Tierheim von Häuser der Hoffnung.
Da begann mein Leben und ab da hatte ich wieder Hoffnung. Ich war da umgeben von Menschen die mich umsorgten, die mich liebten und die alles taten, dass ich ins Leben treten konnte, trotz meines Gebrechens, trotz der hohen Kosten die ich dadurch verursache.
Clarissa von Reinhardt - die Gründerin von Häuser der Hoffnung - sagte einmal (Zitat) :
"Jeder Hund, der das Tor dieses Hauses durchquert, soll das Gefühl bekommen, es geschafft zu haben. Er soll spüren, dass er hier in Sicherheit ist, dass er medizinische Versorgung, eine saubere Unterkunft, einen gemütlichen Schlafplatz, und genug zu fressen bekommt, egal wie lange er unsere Hilfe braucht, bevor ihn sein Lebensweg hoffentlich in ein neues, liebevolles Zuhause führt. Doch mit dieser Versorgung der Grundbedürfnisse ist es längst nicht getan. Er soll auch das Gefühl haben, gewollt und willkommen zu sein bei uns, ganz gleich, welcher Rasse er angehört, wie alt er ist oder welche Geschichte hinter ihm liegt. Er soll Zuwendung und Fürsorge erfahren, ähnlich wie in einem richtigen Zuhause." (Zitat-Ende)
Das waren und sind keine leeren Worte, denn dies alles habe ich (und auch alle anderen Insassen von Häuser der Hoffnung) bekommen. Und so begann also mein Leben !
Ich kam am 24. Januar 2009 um 3 Uhr morgens ins Tierheim Häuser Hoffnung. Ich wurde aus einer ungarischen Tötungsstation gerettet, auf der schon viele Hunde elendig zu Tode kamen. Beim Abtransport durch deutsche Tierschützer lagen auch wieder mehrere Hundeleichen herum, einige offensichtlich zu Tode geprügelt, andere verdurstet oder verhungert. Es war schrecklich !
Bei der Ankunft fiel den Tierheimmitarbeiterinnen von Häuser der Hoffnung gleich auf, dass ich sehr schlecht laufe, weshalb ich gleich am nächsten Morgen in die Tierklinik gebracht wurde. Der Befund war niederschmetternd: Mein linker Vorderlauf war versteift, meine Muskeln bereits stark abgebaut. Für meine neuen Freunde bei Häuser der Hoffnung stand fest: Mein linker Vorderlauf muss operativ behandelt werden. Hinten links habe ich eine schwere Hüftgelenksdysplasie, die ebenfalls über kurz oder lang operiert werden sollte, insbesondere, weil ich noch sehr jung bin, sagten meine neuen Menschen und sie sagten, dass ich mein ganzes Leben noch vor mir habe.
Der Tierarzt sagte, dass meine Chancen auf ein schmerzfreies und gutes Leben nach den Operationen sehr gut sind !
Nun wurde mein linker Vorderlauf operiert und mit Schrauben und Drähten verbunden. Ich habe diese schwierige Operation gut weggesteckt und nach einiger Zeit wurde langsam mit einer Physiotherapie begonnen, damit ich wieder Muskeln aufbauen konnte.
Während dieser gesamten Zeit wurde über mich im Tagebuch von Häuser der Hoffnung berichtet. Mein Herrchen liest täglich das Tagebuch - er ist auch Mitglied bei Häuser der Hoffnung - und so ist ihm mein Leben von dem Zeitpunkt als ich im Tierheim ankam, stets bekannt gewesen. Ich ging ihm nicht mehr aus dem Sinn (darüber wird mein Herrchen selbst berichten.)
Kurz und gut: es kam so wie es kommen musste: Mein Herrchen reiste für eine Woche zusammen mit seiner Doro - einer ganz lieben Berner Sennenhündin - in den Chiemgau, damit ich ihn und Doro in aller Ruhe kennenlernen konnte. Dieses Kennenlernen mit Doro verlief supergut. Na, ja ich gebe zu mit einem kleinen Ausrutscher meinerseits. Ich rede ungern darüber, aber ich sag's mal kurz im Vertrauen: Ich verliebte mich in Doro so stark, dass ich dachte, da müsste doch mehr gehen als platonische Liebe. Die Folge war dann, dass ich eine chemische Kastrationsspritze bekam. Also Schwamm drüber: es lebt sich toll mit Doro (platonisch).
Die weitere Zusammenführung im Chiemgau war dann mit meinem neuen Herrchen einfach toll: Wir fuhren zusammen zur Physiotherapie und in die Tierklinik, in welcher ich seinerzeit operiert wurde. Mein Herrchen informierte sich hier ganz genau, was mit mir alles gemacht wurde und was noch ansteht. Ich wurde untersucht in einer Rehaklinik für Vierbeiner, um Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen, die dann in meinem neuen Zuhause umgesetzt werden sollen.
Ich ging täglich mit meinem neuen Herrchen und Doro spazieren, lernte die Umgebung und viele neue Eindrücke kennen, zeigte meinem Herrchen, dass ich gerne ins Wasser ging. Dann erlebten wir noch ein paar aufregende Stunden, als mein Herrchen mit uns eine Autopanne hatte und wir abgeschleppt werden mussten. Ich lernte die Ferienwohnung meines Herrchens kennen und zeigte ihm wie brav und lieb ich bin. Und ich wusste: jetzt kommt ein neuer, entscheidender Schritt im meinem Leben ! Bereits in dieser Woche habe ich zu meinem Herrchen und er zu mir eine ganz tiefe Bindung aufgebaut und somit fuhr ich am 18.6.2009 560 km weiter in mein neues Zuhause.